EduDer Frust saß tief am Samstagabend. Gegen die RG Schwäbisch Hall/Wüstenrot lieferte die KG Stuttgart/Holzgerlingen einen guten Kampf ab und konnte auch fünf Begegnungen für sich entscheiden, gereicht hat es trotzdem wieder nicht. Mit 16:19 fiel die Niederlage zwar knapp aus, aber die Punkte waren halt dennoch weg.


Christian Sculley konnte bis 57kg, griechisch-römisch, trotz aller Anstrengungen den überlegenen Punktsieg von Sergej Fertig nicht verhindern.
Bis 130kg, Freistil, hatte die KG keinen Vertreter, die Punkte gingen kampflos an Woldemar Wolf.
Magomed Makaev griff bis 61kg, Freistil, ins Geschehen ein und erfüllte einmal mehr die Erwartungen der Fans. Alpay Yalcin war chancenlos und bereits nach 36 Sekunden geschultert.
In der Klasse bis 98kg, griechisch-römisch, traf Rene Sprinceana auf Waldemar Eremeev. Die beiden lieferten sich ein ausgeglichenes Duell; gleich nach der Pause geriet Sprinceana aber in die gefährliche Lage und wurde geschultert.
Nicolae Acris hatte bis 66kg, griechisch-römisch, keinen Gegner und kam so kampf-los zu vier Punkten.
Bis 86kg, Freistil, hatte Florian Frasch Dennis Wolf nichts entgegenzusetzen und musste auf die Schultern.
Eduard Davidov musste sich bis 71kg, Freistil, mit Stas David Wolf auseinander-setzen. Dieser ist zwar erst 14 Jahre alt, machte aber mit seiner abgezockten Art Davidov das Leben reichlich schwer. Dieser konnte sich zwar einen kleinen Vor-sprung erkämpfen, gab aber nur Sekunden vor Schluss noch eine Zweier-Wertung ab, so dass am Ende nur ein ganz knapper 7:6 Punktsieg verbucht werden konnte.
Bis 80kg, griechisch-römisch, ging Alexander Renz gegen Silas Graf auf die Matte. Er lieferte nach jahrelanger Kampfabstinenz eine gute Leistung ab, geriet aber ins Hintertreffen, auch weil ihm einige Wertungen verweigert wurden. Am Ende musste er sich trotz aller Gegenwehr mit 0:11 geschlagen geben.
Simon Prochazka (75kg A, griechisch-römisch) hatte mit Paul Klinkmann einen unangenehmen Gegner erwischt, der recht defensiv ans Werk ging. Dennoch konnte sich Prochazka mit mehreren kleinen Wertungen einen Vorsprung erkämpfen, ehe ihm nach gut fünf Minuten der verdiente Schultersieg gelang.
Zum Abschluss lieferte Murad Makaev bis 75kg B, Freistil, gegen Aaron Heib, gegen den er in der Vorrunde noch eine Niederlage kassiert hatte, einen großen Kampf ab. Nach anfänglichem Rückstand konnte er mit zwei sehenswerten Überstürzern punkten; nach einer gegen ihn verhängten Aktionszeit gelangen ihm noch zwei Ankipper und er siegte deutlich und hochverdient mit 13:3.
Am Sonntag ging es dann gleich weiter; zum letzten Saisonkampf reiste die KG zum favorisierten Tabellenführer nach Plieningen. Wie im Vorfeld schon befürchtet, konnte den Plieningern kein Bein gestellt werden. Die Gastgeber hatten stark aufgestellt, der KG fehlte wiederum das nötige Quäntchen Glück und sie musste auch wieder mal mit ein paar unglücklichen Entscheidungen des Mattenleiters zurecht kommen. Unterm Strich stand am Ende eine doch sehr deutliche 8:26 Niederlage, die dem Kampfgeschehen nicht ganz gerecht wird.
Die Begegnung wurde eröffnet mit dem vorgezogenen Kampf bis 75 kg A, griechisch-römisch, zwischen Eduard Davidov und dem bisher ungeschlagenen Mairbek Erz-nukaev. Die beiden lieferten sich einen recht ausgeglichenen Kampf, bei dem sich keiner einen entscheidenden Vorteil verschaffen konnte. Davidov gelang es allerdings nicht, mit irgendeinem Griff durchzukommen, Erznukaev konnte alles abwehren und so am Ende mit 6:3 die Oberhand behalten.
Bis 57kg, griechisch-römisch, war Christian Sculley chancenlos gegen Johannes Hörlein und musste auf die Schultern.
Im Schwergewicht war erstmals Daniel Baumgart für die KG im Einsatz. Gegen den über 20kg schwereren Thorsten Winkler konnte er allerdings nichts ausrichten und wurde geschultert.
Magomed Makaev (61kg, Freistil) kam gegen Tim Dieringer zum Einsatz. Er war, wie bereits während der gesamten Saison, hellwach und konzentriert am Werk und punktete seinen Kontrahenten mit sehenswerten Freistiltechniken aus. Kurz nach der Pause setzte er als i-Tüpfelchen noch den Schultersieg obendrauf.
Bis 98kg, griechisch-römisch, traf Rene Sprinceana auf Benny Willhaus. Er fing mit einem Hüftschwung auch sehr gut an; Willhaus konnte den allerdings übertragen und wurde danach vom Kampfrichter etwas vorschnell zum Schultersieger erklärt.
Nicolae Acris hatte bis 66kg, griechisch-römisch, mit Chris Hinderer keine großen Probleme. Er holte sich den Plieninger an den Boden, zeigte wieder einen nahezu perfekten Ausheber, für den er zurecht fünf Punkte erhielt, und zwang Hinderer schließlich auf beide Schultern.
Florian Frasch musste bis 86kg, Freistil, gegen Sergej Lokhov antreten, neben Ovsepian und Erznukaev der stärkste Plieninger. Er hatte keine Chance und musste die technische Überlegenheit Lokhovs anerkennen.
Bis 71kg, Freistil, trafen Murad Makaev und Robert Kardos aufeinander, der bisher auch erst eine Niederlage auf dem Konto hat, und zwar ausgerechnet gegen Murads Bruder Magomed. Murad tat sich reichlich schwer gegen den Plieninger. Er konnte zwar erst in Führung gehen, die Kardos aber bis zum Ende der ersten Kampfhälfte egalisieren konnte. Nach der Pause befand sich Kardos dann praktisch ständig auf der Flucht und entzog sich jedem Griffansatz. Der Mattenleiter ahndete diese Art von Passivität aber leider erst sehr spät, so dass Makaev die Begegnung mit 8:13 abschreiben musste.
In der Klasse bis 80kg, griechisch-römisch, standen sich mit Simon Prochazka und Mathias Krauter zwei Ringer gegenüber, die sich gut kennen und auf der Matte gar nicht miteinander können. Krauter musste recht schnell wegen Passivität in die Bodenlage, Prochazka konnte das aber nicht für sich ausnutzen. Krauter hingegen konnte in der ersten Hälfte drei Punkte ergattern und verteidigte diesen Vorsprung auf Biegen und Brechen. Am Ende stand eine 0:5 Niederlage für den KG‘ler zu Buche.
Die Klasse bis 75kg B, Freistil, gegen Andranik Ovsepian hatte die KG nicht besetzt.
Damit liegt die KG zwar noch auf dem dritten Tabellenplatz, ob die Aufstiegsträume noch wahr werden, hat die KG aber nicht mehr selbst in der Hand. Die TSVgg Münster hat noch zwei Kämpfe zu absolvieren und kann die KG bei zwei Siegen noch verdrängen. Nun heißt es nach vorne schauen und für die nächste Saison zu planen.
An dieser Stelle noch ein ganz herzliches Dankeschön an alle Fans, die die KG während der Saison unterstützt haben und ganz besonders an diejenigen, die ihrer Mannschaft auch während der Niederlagenserie in der Rückrunde die Treue gehalten haben.