Nach einem durchaus akzeptablen vierten Platz in der Landesligasaison 2012 sah es für das Mannschaftsringen in Holzgerlingen noch recht gut aus.

 Dann allerdings musste der KSV den Weggang von Jonas Lange und Görkem Yücel zum TSV Musberg verkraften; zudem beendete Mathias Drechsel aus gesundheit-lichen Gründen seine Karriere und auch Alexander Rudolf hatte schon signalisiert, dass er nicht mehr zur Verfügung stehe. Außerdem kommt auf beide noch eine zu-sätzliche Belastung durch ein Studium hinzu.

 

 

Dass der KSV durch diese vier Abgänge in der Landesliga keine Zukunft mehr hat, war klar, zumal der eigene Nachwuchs noch nicht so weit ist, diese Lücken komplett zu schließen.

Damit stand die Abteilung Ringen aber plötzlich vor einer ganz schwe-ren Entscheidung: die Mannschaft zurückziehen und in der Bezirksklasse einen Neu-anfang versuchen oder das Mannschaftsringen in Holzgerlingen sozusagen sterben lassen. Damit wollte sich die sportliche Leitung der Abteilung Ringen aber nicht abfin-den und es wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt, die Traditionssportart Ringen in Holzgerlingen am Leben zu erhalten; die Möglichkeit sah der Abteilungsausschuß einzig im Rückzug.

 

Aufgrund dieser Entwicklung ist natürlich auch der Einsatz der bisherigen Gastringer nicht mehr nötig. Die Zusagen wären von allen da gewesen, aber durch den Rückzug musste den Gastringern abgesagt werden.

Die „alten Hasen“ Simon Prochazka, Fabian Renz und Manuel Schmid haben sich bereit erklärt, trotz des Rückzugs den KSV weiter zu unterstützen und in der Bezirks-klasse zu ringen.

Alex Renz wird sich im Trainerbereich engagieren und seine Erfahrung den Nach-wuchsringern vermitteln.

Daniel Frasch, Kevin Stribick und Lukas Gross wollen in dieser Liga ihr Können fes-tigen und ausbauen. Eventuell können im Laufe der Saison auch noch weitere Ringer aus dem Nachwuchskader zum Einsatz kommen.

Zudem konnte Boris Espenschied, der Vater von Lukas, gewonnen werden, für den KSV künftig die Ringerstiefel zu schnüren.

Es könnte auch noch ein Ringer aus Böckingen – dort wurde der Sportbetrieb einge-stellt – ins Boot geholt werden. Die Verhandlungen laufen noch.

Somit kann der KSV seine künftige Mannschaft weitestgehend aus eigenen Reihen besetzen. Mit dieser Mischung aus Alt und Jung ist es das Ziel der Abteilungsleitung, dass sich die Mannschaft im Mittelfeld etablieren kann. Außerdem erhofft sich die Ab-teilung Ringen einen neuen Schub, damit mittelfristig auch wieder höher gesteckte Ziele angegangen werden können.

Auch die Sponsoren halten dem Verein weiterhin die Stange und tragen die Ent-scheidung mit, dass in die Aufbauarbeit investiert wird.

Zu guter Letzt wird sich auch im Regelwerk einiges ändern. Der DRB bringt Regel-änderungen der FILA auf den Weg, die den Mannschaftskämpfen noch angepasst werden müssen. Vorab kann aber schon gesagt werden, dass die Kämpfe sicher interessanter werden, da Aktivität wieder belohnt wird. Die Änderungen und Neuerungen werden zu einem späteren Zeitpunkt genauer erläutert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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